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Mit «CitySpion» geht‘s Ladendieben an den Kragen
Detektei Müller setzt sich mit neuem
Konzept in der Stadt ein.
Der Detailhandel leidet darunter: Ladendiebstähle. Jährlich buchen die
Geschäfte deshalb Abertausende von Franken ab. Damit ist jetzt Schluss! «CitySpion»
heisst das Konzept der Detektei Müller, mit dem Ladendiebstählen nachhaltig der
Riegel geschoben wird.
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Eine Person schlendert durch die Gassen der Innenstadt. Am Rücken trägt
sie einen leeren Rucksack. Sie betritt ein Bekleidungsgeschäft.
Scheinbar ziellos streift sie durch die Regale und schaut dabei immer
wieder in die Runde. In einem vermeintlich unbeobachteten Moment packt
die Person einige Hosen und stopft sie in den Rucksack. Dann schreitet
sie zum Ausgang – ohne zu zahlen – mit einem Warenwert von über 200
Franken. |
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Was sie nicht wusste: Sie befand sich schon beim Betreten des Geschäfts
im Visier des Citydetektivs. Dieser wartet vor dem Geschäft und nimmt
den Ladendieb in Empfang. Der Diebstahl konnte vereitelt werden. Die
Personalien des Ladendiebes werden aufgenommen. Nun droht dem Ladendieb
ein Hausverbot und Strafanzeige, zudem muss er für die Umtriebe
aufkommen. Nachdem die administrativen Arbeiten abgeschlossen sind, wird
die Person „entlassen“.
Frustriert verlässt sie unter den
wachsamen Augen des Citydetektivs die Innenstadt.
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Übel an der Wurzel packen
Das
ist nur eines von vielen Beispielen, die Pavel André Müller erzählen kann. Er
hat das Konzept «CitySpion» entwickelt. «Wir packen das Problem Ladendiebstahl
an den Wurzeln und verlagern das Problem nicht ins nächste Geschäft», sagt der
Inhaber der Detektei Müller. Bereits konnte er etliche Geschäfte in der Berner
Innenstadt für sein Konzept gewinnen. Deren Verkaufsgeschäfte werden laufend
durch den Citydetektiv aufgesucht. Das Verkaufspersonal dieser Geschäfte
unterstützt Müller und sein «CitySpion»-Team bei der Arbeit. «Das
Verkaufspersonal alarmiert uns, wenn sich eine verdächtige Person im
Ladengeschäft befindet.» Oder aber eine verdächtige Person wird bereits in der
Stadt beobachtet. «Der Citydetektiv bewegt sich auch auf der Strasse und
observiert ihm verdächtig erscheinende Personen. Dabei vertraut er seinen
Erfahrungen.»

1‘425 Diebstähle in zwei Jahren (August 2009 bis August 2011)
Und
diese Erfahrungen zeigen Wirkung. «Seit August 2009 sind wir mit CitySpion in
der Berner Innenstadt im Einsatz», erläutert Pavel André Müller. Beeindruckenden
sind die Zahlen: Insgesamt konnten 1‘425 Diebstähle
vereitelt werden. Waren im Wert von über 112‘000.- Franken wurden
sichergestellt. «Der Diebstahl mit dem grössten Warenwert waren mehrere Jacken.
Die kosteten mehr als 3‘500 Franken. Der kleinste Diebstahl war eine Frucht, die
45 Rappen kostete.» 375 der Diebstähle wurden von Frauen ausgeübt. Der gesamte
Wert der letztlich nicht erbeuteten Waren betrug bei den Frauen über 20‘400
Franken. Bei 1‘050 Fällen wurden Männer als Täter gestellt. Das sichergestellte
Diebesgut bei den Männern hatte einen Wert von 91‘600 Franken.

Das
Netzwerk ist wichtig
Diebstahl lohnt sich nicht! Das ist eine Wahrheit, die Ladendieben mit dem
Konzept «CitySpion» eindrücklich gezeigt wird. Am meisten profitieren die
Geschäfte vom Netzwerk. Denn jedes Geschäft, das bei «CitySpion» mitmacht,
erweitert dieses. Das erschwert Ladendieben die Arbeit zusätzlich. Denn diese
ungeliebten «Kunden» bleiben im Fokus des Citydetektivs und werden beim
Verkaufspersonal auch bekannt gemacht. Zudem besteht eine sehr enge
Zusammenarbeit mit der Polizei. «Diese funktioniert sehr gut. Man hilft einander
gegenseitig.»
Auch die bisherigen Kunden sind zufrieden. Denn das Verkaufspersonal kann sich
viel besser dem Konsumenten widmen. «Wir haben wirklich nur gute Feedbacks
erhalten», freut sich Pavel André Müller.
Aber was ist mit den Warendiebstahlsicherungen? «Die versprechen leider mehr
als sie halten», sagt Pavel André Müller. «Die können relativ gut übertölpelt
werden», weiss der Privatdetektiv, der aus Sicherheitsgründen aber keine Details
dazu preisgeben will. «Fakt ist, dass es auch sehr viele Fehlalarme gibt; und
damit verbunden unzufriedene ehrliche Kunden. Deshalb ist das Verkaufspersonal
bei solchen Alarmen meist nachlässig. Und schon fehlen bei der Inventur wieder
ein paar Artikel im Verkaufssortiment.» Und der Einsatz von privaten
Sicherheitsdiensten? «Die bieten den Geschäften Sicherheit an», erklärt Pavel
André Müller. Allerdings decken sie keine Ladendiebstähle auf, sondern sie
verhindern den Diebstahl, indem sie Präsenz zeigen. Und genau da unterscheidet
sich der ‚CitySpion’ von allen anderen Sicherheitsfirmen», erläutert der
Privatdetektiv. «Wir sind spezialisiert, Diebstähle aufzudecken. Das einzige,
wovon sich der Ladendieb fürchtet ist, dass er erwischt wird! Somit arbeiten
wir am effizientesten gegen Ladendiebe und lösen das Problem nachhaltig.»
Investition zahlt sich aus
Pavel André Müller ist deshalb überzeugt, dass sich «CitySpion» für Geschäfte
auszahlt. «Die Kosten belaufen sich von 500 Franken pro Monat für kleinere
Geschäfte bis zu 3500 Franken für grosse Verkaufsstellen», nennt er die
Richtpreise. Dafür erhält der Kunde die Gewissheit, dass er Ladendiebstähle
verhindert «Es zahlt sich in jedem Fall aus. Denn mit der Zeit meiden
potentielle Ladendiebe „unsere“ Geschäfte. Sie wissen, dass dort das Risiko viel
zu gross ist, erwischt zu werden».
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